Titelbild: Spaziergänger mit Langstock

Hilfe und Beratung für blinde und sehbehinderte Menschen und ihre Angehörigen im Raum Nordrhein

Wer ist „sehbehindert“, wer „hochgradig sehbehindert“, wer „blind“?

Verschiedenste Ursachen führen zu schlechtem Sehen. Doch nicht jeder, der auf eine Brille oder auf Kontaktlinsen angewiesen ist, gilt als sehbehindert. Vereinfacht dargestellt gilt derjenige

  • als sehbehindert, der auf dem besseren Auge - trotz Sehhilfe - nur noch über ein Sehvermögen von maximal 1/3 (33 %) verfügt
  • als hochgradig sehbehindert, der auf dem besseren Auge nur noch über Sehvermögen von maximal 1/20 (5 %) sieht
  • als blind, wer auf dem besseren Auge nicht mehr als 1/50 (2 %) Sehvermögen besitzt.



Blindheit kann aber auch bei einer besseren Sehschärfe vorliegen, nämlich dann, wenn das Gesichtsfeld eingeschränkt ist. Über Gesichtsfeldausfälle wird folgendes ausgesagt:

„Eine der Herabsetzung der Sehschärfe auf 1/50 oder weniger gleichzusetzende Sehschärfe auf 1/50 oder weniger gleichzusetzende Sehschädigung liegt vor...

  1. bei einer Einengung des Gesichtsfeldes, wenn bei einer Sehschärfe von 0,033 (1/30) oder weniger die Grenze des Gesichtsfeldes in keiner Richtung mehr als 30° vom Zentrum entfernt ist, wobei Gesichtsfeldreste jenseits von 50° unberücksichtigt bleiben
  2. bei einer Einengung des Gesichtsfeldes, wenn bei einer Sehschärfe von 0,05 (1/20) oder weniger die Grenze des Restgesichtsfeldes in keiner Richtung mehr als 15° vom Zentrum entfernt ist, wobei Gesichtsfeldreste jenseits von 50° unberücksichtigt bleiben
  3. bei einer Einengung des Gesichtsfeldes, wenn bei einer Sehschärfe von 0,1 (1/100) oder weniger die Grenze des Restgesichtsfeldes in keiner Richtung mehr als 7,5° vom Zentrum entfernt ist, wobei Gesichtsfeldreste jenseits von 50° unberücksichtigt bleiben
  4. bei einer Einengung des Gesichtsfeldes, auch bei normaler Sehschärfe, wenn die Grenze der Gesichtsfeldinsel in keiner Richtung mehr als 5° vom Zentrum entfernt ist, wobei Gesichtsfeldreste von 50° unberücksichtigt bleiben
  5. bei großen Skotomen im zentralen Gesichtsfeldbereich, wenn die Sehschärfe nicht mehr als 0,1 (1/100) beträgt und im 50° Gesichtsfeld unterhalb oder horizontalen Meridians mehr als die Hälfte ausgefallen ist
  6. bei homonymen Hemianopsien mit Verlust des zentralen Sehens bereits, wenn die Sehschärfe nicht mehr als 0,1 (1/10) beträgt und das erhaltene Gesichtsfeld in der Horizontalen nicht mehr als 30° Durchmesser besitzt
  7. bei bitemporalen Hemianopsien mit Verlust des zentralen Sehens beiderseits, wenn die Sehschärfe nicht mehr als 0,1 (1/10) beträgt und das erhaltene binokulare Gesichtsfeld in der Horizontalen nicht mehr als 30° Durchmesser besitzt.“



Karte Blinden- und Sehbehindertenvereine im Rheinland


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